Thunderbird-Umstellung von POP3 auf IMAP via GMX

Hier nun die Erfahrungen und Kniffe bei der zweiten Migration in meinem eMail-Bereich: von POP3 zu IMAP mit GMX als Provider.

So, alle eMails sind im Thunderbird, nun muss auf IMAP umgestellt werden. Da ich einige verschiedene eMail-Adressen verwalte und deren eMails auch in unterschiedlichen Ordnern abgelegt werden, ging ich sukzessive vor. Dies erlaubte mir auch, GMX erst einmal anzutesten. Und mehrere Bugs in Thunderbird zu entdecken.

Zu allererst wandelte ich den Account meiner wichtigsten eMail-Adresse von FreeMail auf TopMail um. Denn nur mit ProMail und TopMail kann man bei GMX IMAP nutzen. Ich weiß, bei Google kostet es nichts. Aber zum einen wollte ich meine seit vielen Jahren eingeführten GMX-Adressen 1:1 weiterführen und zum zweiten muss die Datenkrake nicht auch noch meine Mails zum indexieren haben.  Mit den 5 Euro im Monat stehen dann auch weitere Features neben IMAP zur Verfügung: Werbefreiheit, 50 Mailadressen, bisschen faxen etc. Hier kann man vergleichen.

Die Umstellung lief sofort. Also gleich in Thunderbird ein IMAP-Konto angelegt. Klappte. Unschön war die linke Navigationsspalte, die wesentlich unaufgeräumter wirkte als in PostMe. Dafür dann den Anweisungen im Wiki zu den speziellen Ordnern folgen und vor allem den Hinweis zu IMAP-Ordnern am Beispiel web.de beachten. Problem bei GMX: Der Papierkorb heisst „Gelöscht“, da muss man die speziellen Begrifflichkeiten beachten. Nachdem dies gelaufen ist, sah gleich alles besser aus.

Nun legt man entweder mit einem rechten Mausklick auf den IMAP-Hauptordner die gewünschten Unterordner an oder verschiebt sie aus den lokalen Ordnern. Hier kam es leider zu Fehlern: eMails wurden nicht alle verschoben, es gab keine Fehlermeldung dazu etc. Diese Bugs wurden mit Thunderbird 3.1.7 noch während meiner Umstellung beseitigt – merci an die Entwickler! Das zweite Problem war kniffliger: Ich konnte keine Ordner mehr anlegen. Bis ich herausbekam, dass GMX nur 256 Ordner zulässt. Steht zwar in der Vergleichsliste, hatte ich nur leider übersehen. Da ich bei PostMe die Obergrenze von 500 Ordnern ausgeschöpft hatte, musste ich reduzieren. Aufgrund der praktischen Suchfunktion von Thunderbird sowie der Dropdown-Liste der Ordner im Webmailer von GMX stellte sich dies dann auch als sinnvoll heraus. Meine Ordnerstruktur ist nun klarer und einfacher.

Sukzessive wanderten nun alle meine eMail-Adressen, die vorher bei GMX auf fünf oder sechs Accounts verteilt waren, in einen einzigen. Dazu gibt es im WebFrontend unter eMail-Adressen eine Funktion. Vorher sollte man aber bei den zu transferierenden Adressen alle eMails abgeholt haben und geschaut haben, ob ein Alias vorhanden ist (der sollte dann nämlich auch mit).

Fazit

Aufgrund des Thunderbird-Bugs sowie des GMX-Limits verlief diese Umstellung anfangs etwas holprig – schließlich war unklar, wo der Fehler lag und mit Unterstützung des Thunderbird-Forums war ich ziemlich am Suchen. Doch mit der neusten Thunderbird-Version und dem Wissen um die Limitierungen bei GMX ist das Ganze dann kein Problem.

Damit ist für mich der Umzug auf IMAP durch und wieder ein wichtiger Baustein hin zum mobilen Arbeiten gelegt. Die bisherigen Artikel in dieser Reihe waren: Sharepoint bei Strato HiDrive und MailExchange sowie Dropbox – Datenhosting in der Cloud, wo es primär um mobiles Arbeiten mit Dateien ging. Die Migration von PostMe zu Thunderbird sowie dieser Artikel beschrieben primär den Weg zum mobilen Mailen. Der letzte Baustein sind Smartphone und Provider. Aufgrund der Tipps hatte ich mich für O2 entscheiden, obwohl ich derzeit die AllNet-Flat von 1&1 recht verlockend finde. Gelaufen, der Vertrag mit O2 ist geschlossen und ein Surfstick garantiert mittlerweile mobiles Surfen mit dem LapTop. Fehlt nur noch das neue Smartphone – hier warte ich auf das Erscheinen des Nexus S in Deutschland, was im Februar erfolgen soll – solange kann ich mich noch gedulden, auch wenn mein altes Motorola Razr v3 nach all den Jahren arg lädiert aus dem letzten Loch pfeift.

Frank wird total mobil, für einen „OldSchooler“ eine tiefgreifende Umstellung.  Gut, dass es bald durch ist. Wobei jetzt schon klar ist: 2011 muss auch ein neuer Hauptrechner und ein neuer Laptop her. Migrationen hören nie auf 🙂

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