Shopsysteme für mobile Kunden

Wie der Bundesverband des Deutschen Versandhandels e. V. (bvh) und die Creditreform Boniversum GmbH in einer gemeinsam im Frühjahr 2013 durchgeführten Sonderbefragung mitteilten, nutzen inzwischen 40 % aller Smartphone-Besitzer ihr Gerät auch zum Einkaufen. Das entspricht einer Steigerung von 8 % zum Vorjahr. Welche Möglichkeiten bieten sich den mobilen Kunden und was für Shopsysteme stehen zur Verfügung?

Der Blick von der Couch ins mobile Schaufenster

Der Trend zum mobilen Einkauf hält ungebrochen an. Recht komfortabel und verführerisch gestaltet sich das Shoppen auf der gemütlichen Couch. Dabei wird auch von unterwegs aus kräfig eingekauft. Doch sind es draußen in freier Natur zumeist Tickets, die hier an erster Stelle stehen, werden dann zu Hause kostenpflichtige Apps, Kleidung oder Schuhe bestellt. Die Online-Händler sind gut beraten, sich auf das Kaufverhalten der Kunden einzustellen. In der Welt des M-Commerce frisst nicht nur der Große den Kleinen, sondern der Schnelle den Langsamen. Smartphones und Tablets erfreuen sich einer immer größer werdenden Beliebtheit. Da ist es nur logisch, dass auch die Zahl der mobilen Käufer sprunghaft ansteigen wird. Ein Onlineshop muss sich demnach auch auf einem mobilen Endgerät dem Kunden im Gedächtnis haltend präsentieren.

Corporate Design und Usability im Mobile-Format

mobiles shopsystem
Auch auf dem kleineren Smartphone-Display muss die Corporate Identity des Shops stimmig vermittelt werden. Der Stammkunde ist seinen Shop gewohnt und der Neukunde soll sich daran gewöhnen. Neben dem Corporate Design ist die Usability dann ebenso wichtig. Ein Onlineshop, der im Desktopformat überzeugt, aber mobil „nervt“ ist beim Kunden schnell unten durch. Damit er sich spielerisch durch die Seiten navigieren und den Warenkorb befüllen kann, müssen die Seiten dem kleineren Format „angepasst“ werden. Hierzu stehen im Wesentlichen vier Möglichkeiten zur Verfügung: Mobile Template, Responsive Design, Native-App und Web-App.

Die vier Wege zur mobilen Glückseligkeit

Mobile Templates werden im Shopsystem installiert und müssen im Quellcode angepasst werden. Mit jedem Touch auf dem Smartphone wird eine Anfrage an den Server gestellt und der gewünschte Content zurückgesendet. Technisch gesehen funktionieren auch Responsive Designs nach diesem Schema. Im Gegensatz zum Mobile Template (Smartphones) passt sich das Responsive Design an alle Endgeräte und jede Auflösung an. Beide Formen des M-Commerce erfordern eine schnelle und zuverlässige Internetverbindung, sonst geht ein zuvor gefüllter Warenkorb schon mal verloren. Auch der Kostenaufwand ist relativ hoch. Native-Apps, oder einfach Apps, müssen aus den jeweiligen Stores erst aufs Endgerät geladen werden. Hier ist die Usability zwar vom Feinsten, doch musste hier ja auch für jedes Betriebssystem und Endgerät eine spezielle App entwickelt werden. Die Web-App ist dann im Grunde nichts anderes, als eine speziell programmierte HTML5 Website. Sie funktioniert mit allen Betriebssystemen, läuft auf allen Endgeräten und durch die kurzzeitige Offline-Speicherung muss kein ständiger Internetzugang vorhanden sein. Wer sich als Shopbetreiber lieber auf seine Kerntätigkeit konzentriert, kann auch externe Experten für die Programmierung beauftragen. Usability und Funktion ist dann meist besser umgesetzt, als bei selbst zusammengebauten Fertigsystemen.

Wie sieht die Zukunft im M-Commerce aus?

Shopanbieter wie Magento, Shopware oder Oxid haben die Zeichen der Zeit längst erkannt und bieten sowohl im Bereich Mobile Template als auch bei den Apps entsprechende Lösungen an. Während sich Oxid auf native Apps konzentriert, setzt Magento zudem auf Mobile Templates. Letztere hatte sich bis vor Kurzem auch Shopware auf die wehende Fahne geschrieben. Doch Shopware setzt mit dem Partner CouchCommerce zudem auf die Vorteile der neuen Web-App-Technologie. Sie kommt dem grundsätzlichen Gedanken des mobilen Interagierens und der Wirtschaftlichkeit einfach am Nähesten. Für den Kunden darf es kein Problem darstellen, mit welchem Endgerät oder Betriebssystem er im Internet unterwegs ist. Der Shopbetreiber sucht nach einem günstigen und unkomplizierten Weg, um potenzielle, mobile Kunden zu erreichen. Es wird spannend sein, die weitere Entwicklung zu beobachten.

Im Video ist in einer Anleitung zu sehen, wie einfach Oxid Mobile einzurichten ist.

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