Online-Shop erstellen (3/5): Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Suchmaschinenoptimierung für Onlineshops durchführen ist wichtig für das Ranking.Schon seit Jahren ist Suchmaschinenoptimierung (kurz: SEO) aus dem Online Marketing nicht mehr wegzudenken. Jeder Betreiber einer Internetseite hat heutzutage von SEO gehört und weiß wie immens wichtig diese Disziplin für den Erfolg einer Website ist. Im Zusammenhang mit Online-Shops nimmt SEO eine Schlüsselposition ein. Gerade wenn man Produkte anbietet, bei den es eine hohe, schon lang existierende Konkurrenz gibt, ist es wichtig, dass die SEO-Aktivitäten schon vor dem Start des geplanten Online-Shops detailliert geplant werden. Zur Erinnerung: Gute Positionen in den Suchergebnisseiten von Google sind mit Geschäften in einer gut besuchten Fußgängerzone zu vergleichen, schlechte Positionen mit Geschäften im Industriegebiet neben der Kläranlage. Versuchen Sie so viele der folgenden Tipps wie möglich umzusetzen um von so vielen Interessenten (Kunden) wie möglich gefunden zu werden.

Direkter Link zur ultimativen SEO-Checkliste für Online-Shops.

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SEO-Anforderungen für die Shopsystem-Auswahl

Auch aus Perspektive der Suchmaschinenoptimierung ist die Auswahl eines geeigneten Shopsystems einer der grundlegenden Schritte auf dem Weg zum funktionierenden und SEO-konformen Online-Shop. Bei der Selektion und Bewertung der unterschiedlichen Anbieter bzw. Systeme gibt es einige wichtige Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten, welche essenziell für die Suchmaschinenoptimierung sind.

Um nicht ausschließlich auf Nutzer-Bewertungen und Herstellerangaben bei der Auswahl eines geeigneten Shopsystems angewiesen zu sein, empfiehlt es sich eine Testphase einzuplanen in welcher man die verschiedenen Anbieter und Systeme selbst unter die Lupe nimmt und umfangreich ausprobiert.
Viele Anbieter bieten Testzugänge zu Demo-Shops in welchen man die grundlegenden Funktionalitäten erproben und sich ein eigenes Bild über die Usability und den Umgang mit den jeweiligen Shopsystemen machen kann.

Im Folgenden werden die einzelnen Systemanforderungen genannt und inhaltlich umrissen:

URL-Management

Auch wenn der Einfluss der URL bzw. das Vorhandensein von Keywords in der URL an Bedeutung für das Ranking verloren hat, gibt es dennoch einige Punkte, welche beim URL-Management beachtet werden sollten.
Zunächst ist es wichtig, dass es möglich ist die URL im Shopsystem frei zu gestalten, um sie flexibel an die eigenen Wünsche und Vorstellungen anpassen zu können, ohne von einer automatischen URL-Generierung eingeschränkt zu werden.
URLs sollten sprechend sein, damit sie den Nutzer dabei unterstützt das Thema einer Webseite schnell zu erfassen und gleichzeitig die Orientierung erleichtert indem sie, ähnlich der Breadcrumbs, den Klickpfad bzw. die Navigation von der Startseite aus anzeigen können. Hier können die jeweiligen Keywords genutzt werden um den Inhalt einer Webseite zu vermitteln und auch in den SERPs das entsprechende Thema durch die URL zu präsentieren. Zudem sind sprechende URLs für den User einfacher zu merken.
Um eine URL nicht unnötig lang werden zu lassen, kann man durch das Auslassen einer Kategorie ihre Länge verkürzen ohne einen großen Orientierungsverlust hinnehmen zu müssen.

Metadaten für einen Online-Shop

Die folgenden Angaben zur Zeichenanzahl in den Abschnitten „Title” und „Description“ können als Orientierungswert gesehen werden. Die max. Nutzen Sie ein kostenfreies Snippet-Design-Tool aus dem Internet um optimale Title und Description anzufertigen.

Title

Dem Title-Tag wird große Bedeutung für die Keyword-Relevanz zugesprochen. Dies bedeutet, dass das Keyword, mit welchem man ein gutes Ranking erreichen möchte, unbedingt im Title genannt werden sollte. Desweiteren hat das Title-Tag Einfluss auf die Klickattraktivität des jeweiligen Google Snippets, da es ganz oben angezeigt wird, demnach meist zuerst wahrgenommen und durch die blaue Farbe zusätzlich hervorgehoben wird.
Obwohl der Title-Tag eine Länge von ca. 70 Zeichen (inklusive Leerzeichen) nicht überschreiten sollte, da er sonst abgeschnitten wird, sollte der User schon allein durch die hier enthaltenen Informationen erfahren, über welchen Inhalt das angezeigte Ergebnis verfügt und ob sich für ihn ein Klick auf die präsentierte Website lohnt. Um eine konsistente Darstellung der verschiedenen Snippets einer Website zu erhalten empfiehlt sich das Verwenden eines bestimmten Schemas zur Erstellung der Title-Tags. In dieses Schema kann auch das Branding des Online-Shops eingefügt werden.

Beispiel:
„Produktbezeichnung“ (event. Artikel) „Hersteller“ | „Name des Online-Shops“

Description

Die Meta-Description sollte eine Länge von 156 Zeichen (inklusive Leerzeichen) nicht überschreiten.
Zudem soll die Description als Teaser dienen und beim Nutzer das Interesse wecken,
mehr über das entsprechende Thema erfahren zu wollen. Es sollte im Idealfall eine
Zusammenfassung der grundlegenden (Produkt-)Informationen sein und dem Nutzer verdeutlichen, dass er weitere relevante bzw. ausführlichere Informationen per Klick auf die Webseite erhält.
Beim Erstellen kann man sich am AIDA-Prinzip (Attention, Interest, Desire, Action) orientieren und sollte immer das Interesse des Nutzers berücksichtigen, um eine möglichst hohe Klickattraktivität der Snippets zu erreichen.
Call-to-Action-Elemente können eine zusätzliche Motivation der User hervorrufen.

Überschriften (h1-h6)

Die verschiedenen Heading-Tags (h1 bis h6) sollen den Content einer Webseite strukturieren und nach Wichtigkeit bzw. Hierarchie ordnen und sollten nicht als Layout-Element fehlinterpretiert werden.
Die höchste Hierarchieebene wird mit h1 definiert, worauf die anderen Ebenen folgen.
h1 wird auf jeder einzelnen Webseite nur einmal ausgezeichnet und legt die elementare Überschrift der Seite fest. In einem Online-Shop wäre dies z.B. der Kategoriename einer Kategorieseite oder der Produktname einer Produktseite. Weitere Heading-Tags werden so strukturiert, dass sich für Suchmaschine und Nutzer eine logische und übersichtliche Gliederung des Inhalts ergibt.

Schutz vor Duplicate Content

Der teilweise schwierige Umgang mit Duplicate Content, hervorgerufen z.B. durch Session-IDs, kann mithilfe des Canonical-Tags gelöst werden. Dabei werden Canonical-Tags auf Seiten, die eine Session-ID beinhalten, mit dem Verweis auf die Ursprungsseite (kanonische URL) gesetzt.

Funktionen zur internen Verlinkung

Ein wichtiges Element für die interne Weiterleitung/Verteilung von Linkjuice, die Navigation, und das Cross-Selling ist die interne Verlinkung.
Es sollte in einem Shopsystem die Möglichkeit vorhanden sein z.B. auf einer Produktseite ähnliche/verwandte oder meistverkaufte Produkte anzuzeigen und so dem User und potenziellen Kunden weiteren interessanten Content zu präsentieren.
Zudem können Verlinkungen aus Texten heraus genutzt werden um weiteren relevanten Content bereitzustellen.

HTML-Editierbarkeit

E-Commerce nimmt an Bedeutung immer mehr zu.Es sollte die Option geben auf den Quellcode zugreifen zu können, um uneingeschränkte und flexible Anpassungen des Shops vornehmen zu können.

Auszeichenbarkeit von Bildern

Die Dateinamen von Bildern sollten frei wählbar sein und es muss die Möglichkeit geben das Alt-Attribut zu vergeben, um auch über die Bildersuche von Suchmaschinen potenziellen Traffic auf die Seite zu locken.
Es sollte versucht werden mithilfe des Alt-Textes möglichst genau zu beschreiben, was auf dem jeweiligen Foto zu sehen ist. Zudem sollten die entsprechenden Keywords enthalten sein.

Implementierung von Analyse-Tools

Um einen Online-Shop erfolgreich zu betreiben, ist es nötig über alle wichtigen Informationen und Entwicklungen auf dem Laufenden gehalten zu werden. Daher ist dazu zu raten im Shopsystem die Implementierbarkeit und Anbindung von Google Analytics und Google-Webmastertools für die Informationsgewinnung und Webanalyse zu überprüfen.

Integration von Sitemaps

Man unterscheidet zwischen zwei unterschiedlichen Arten von Sitemaps. Zum einen gibt es die hierarchische Repräsentation einer Website, welche den Nutzern einen strukturierten Überblick über die verschiedenen Einzeldokumente liefern soll und gleichzeitig als Navigationselement genutzt werden kann. Zum anderen gibt es die sogenannte XML-Sitemap (Meta-Sitemap) welche speziell für Suchmaschinen angefertigt wird und weitere Informationen wie Relevanz, letzte Aktualisierung oder letzte Veränderung beinhaltet. Die XML-Sitemap hilft dabei, dass der Suchmaschinen-Crawler die Seite schneller und effektiver erfassen kann.
Im besten Fall ist im Shopsystem eine automatisierte Erstellung von Sitemaps integriert.

Social Media

Durch die mittlerweile hohe Verbreitung von Social Media haben sie sich zu einem festen Kommunikations- und Marketingkanal entwickelt. So kann durch die Einbindung von Social Media-Buttons oder Kommentarfunktionen unkompliziert Elemente des Empfehlungsmarketings in einen Online-Shop eingebunden werden.
Zudem können mittels eigener Profile in verschiedenen Social Media-Kanälen Neukunden hinzugewonnen und bestehende Kundenbeziehungen gefestigt werden. Social Media bringen zusätzliche externe Links und ermöglichen eine einfache Umsetzung von Content Marketing. Signale, wie bspw Shares und Likes, aus sozialen Medien werden im Zusammenhang mit SEO oft als Social Signals bezeichnet. Laut Google haben diese Social Signals zwar keinen direkten Einfluss auf das Ranking, jedoch sollten sie schon aufgrund ihrer sonstigen positiven Effekte nicht vernachlässigt werden.

Blog

Ein Blog könnte ähnlich wie andere Social Media-Kanäle genutzt werden, um Nutzern möglichst hochwertigen Content bereitzustellen und z.B. über neue Produkte, Aktionen oder sonstige Veränderungen auf dem Laufenden zu halten. Mittels Blog können auch Rich-Media-Inhalte flexibel umgesetzt werden. Viele Shopsysteme bieten integrierte Blogs oder es besteht die Möglichkeit Plug-Ins wie eine WordPress-Integration zu nutzen.

Mediathek

Mittels einer Mediathek können Bild-, Video- oder Audiodateien aggregiert und für Nutzer gebündelt an einem Ort bereitgestellt werden.

RSS-Feed

Wenn man einen Online-Shop mit vielen Veränderungen, regelmäßigen Updates und jeder Menge Content anstrebt, bietet sich vor allem für feste Kundenbeziehungen die Bereitstellung eines RSS-Feeds an. Hierdurch können Kunden über Neuerungen benachrichtigt werden und bleiben so in engem Kontakt mit dem abonnierten Online-Shop.

Rich-Snippets für Online-Shops

Rich-Snippets sind eine Option sich auf den Ergebnisseiten von Google und Co. optisch abzuheben und ermöglichen so die Chance die Click-Through-Rate der Snippets zu erhöhen.
So können z.B. Produkte, Rezepte oder Personen besonders ausgezeichnet und z.B. durch das zusätzliche Anfügen von Sternebewertungen eine verbesserte Sichtbarkeit der Snippets in den SERPs erzielt werden.
Keyword-Recherche und -Analyse

Keyword-Recherche für Online-Shops

Die Keyword-Recherche dient dazu die richtigen Begriffe für die Webseite zu finden, um dann später auf diese zu optimieren. Dabei spielen die Suchterme, die Nutzer in Suchmaschinen eingeben um Informationen zu finden, eine wichtige Rolle. Mittels der Keyword-Analyse werden die Keywords identifiziert, die die Informationen oder Produkte, die auf der eigenen Webseite angeboten werden beschreiben und gleichzeitig auch von Kunden oder Nutzern bei der Suche nach eben diesen Angeboten benutzt werden.

Clusterbildung

Das Angebot des Shops wird in verschiedene Gruppen eingeteilt, das heißt die einzelnen Produkte werden auf der Basis gemeinsamer Eigenschaften zusammengefasst. Dabei ist darauf zu achten, dass die Cluster nicht zu viele Produkte enthalten, aber auch nicht zu fein gegliedert sind. Jedes Produkt sollte einem Cluster eindeutig zugeordnet werden können. Neben den Produktclustern sollten auch allgemeine, übergeordnete Cluster gebildet werden.
Bei der Keyword-Recherche für den Onlineshop für italienische Feinkost wurden zunächst anhand der Produktliste Cluster gebildet. Am Beispiel „Spirituosen“ lässt sich die Clusterbildung gut erläutern: Es wurden die produktspezifischen Cluster „Grappa“, „Likör“, „Obstbrand“ und das allgemeine Cluster „Spirituosen“ gebildet. Jede Spirituose konnte einem der spezielleren Cluster zugeordnet werden. Aufgrund der Anzahl der Angeboten Produkte wurden keine weiteren feineren Cluster, zum Beispiel „Kirschwasser“ gebildet. Bei einem großen Angebot kann eine weitere Verfeinerung der Cluster jedoch durchaus Sinn machen.

Keyword-Kandidaten sammeln

SEO für Onlineshops steigert den Umsatz.Für jedes Cluster wird eine Liste mit möglichen Suchbegriffen erstellt, wobei versucht werden sollte Begriffe aus Nutzersicht zu suchen.
Für die Sammlung der Keywords stehen unterschiedliche Methoden zur Verfügung. Das einfachste und somit auch meist das zuerst genutzte Verfahren ist das Brainstorming. Dabei werden einfach alle Begriffe notiert, die einem zu einem Thema einfallen. Es empfiehlt sich bei dieser Methode auch Außenstehende zu befragen und genügend Zeit dafür einzuplanen.
Es gibt auch einige zum Teil kostenpflichtige Tools, die bei der Suche nach Begriffen helfen können. Im Rahmen der Keyword-Recherche sollten Tools wie Google Suggest oder das Google Keywordtool (beide kostenfrei) und kostenpflichtige Tools wie Sistrix, Xovi oder Searchmetrics zum Einsatz kommen.
Das Webangebot der Mitbewerber kann ebenfalls als Quelle für Keyword-Ideen benutzt werden. Mitbewerber können zum einen Shops sein, die sich auf das gleiche Produktportfolio spezialisiert haben, aber auch Webseiten die bei einer Suche mit einem in Frage kommendem Keyword unter den ersten Treffer in den SERPs sind.
Die Liste der Keyword-Kandidaten sollte zum Schluss um Singular- bzw. Pluralformen, Synonyme und verschiedene Schreibweisen enthalten. Wichtig sind auch Kombinationen von Suchbegriffen und Permutationen.

Keyword-Analyse für Online-Shops

Das Ergebnis der Sammlung der Keyword-Kandidaten ist eine lange Liste mit potentiellen Keywords. Es ist aber nur eine Optimierung auf einige wenige Keywords sinnvoll, weshalb nun im nächsten Schritt die besten Begriffe identifiziert werden müssen. Ziel ist es die Begriffe herauszufiltern, mit denen die Webseite das größte Potential hat möglichst weit oben in den SERPs der Suchmaschinen gelistet zu werden.
Konzentrieren Sie sich bei der Optimierung zuerst auf Keywords mit (Achtung Optimalfall) hoher Nachfrage, geringer Konkurrenz und hohem möglichen Umsatz für ihr Geschäft.

Konkurrenzanalyse

Eine Konkurrenzanalyse besitzt eine essentielle Rolle beim Aufbau einer neuen Internetseite. Hier wird ein Einblick in den Markt gewährt, Defizite und Potentiale erkannt und für den eigenen Online-Shop Ideen finden.
Der Fokus liegt auf dem Aufbau von Online-Shops, die im Web etabliert sind und die mit relevanten Keywords bereits in der Google-Ergebnisseite ranken. Die Konkurrenzanalyse deckt die Seitenstrukturen auf, hebt Alleinstellungsmerkmale hervor und versucht zu erkennen, welches Shop-CMS verwendet wurde. Es werden Kennzahlen aus dem Tool Sistrix erhoben, um die Seiten zu vergleichen. Wobei berücksichtigt werden muss, dass Kennzahlen, wie der Sichtbarkeitsindex lediglich Indikatoren zur Sichtbarkeit der Webseite in den Suchmaschinen sind und dass dieser Wert keine Aussagekraft über die Konversionsrate oder Verkaufszahlen besitzt. Über Werte, wie „Indexierte Seiten“, „Durchschnitts Rankings“ und „Top-10 Rankings“ kann ein erster Eindruck über die jeweilige Größe der Internetpräsenz und dem Erfolg der Seite gewonnen werden. Ein direkter Vergleich der Wettbewerber wäre lediglich durch ein identisches Sortiment der Kontrahenten aussagekräftig.
Der Aspekt, ob und wie Seitenbetreiber Suchmaschinen-Optimierende Maßnahmen ergreifen, erweist sich als nützlich in Bezug auf den Vergleich des Potentials des jeweiligen Shops und den tatsächlichen Rankings, so können Potentiale für die eigene Seite erkannt werden. Unteranderem kann in den Meta-Tags im HTML Quelltextes durch das Achten auf einheitliche und konsistente Benennung angedeutet werden, ob Maßnahmen für SEO Verwendet worden sind.

Domain Recherche

Die Aufgabe der Domain besteht darin, weltweit Internetseiten eindeutig zugänglich zu machen. Aus Nutzersicht ist es sinnvoll Namen zu verwenden, die auf den Inhalt der Seite schließen lassen und einprägsam, bzw. einen wiedererkennungswert besitzen. Passende Domainnamen unterstützen das Gesamtbild einer Webseite abzurunden, bei der Auswahl ist hinsichtlich des Namens die Verständlichkeit aus Nutzersicht zu beachten.
Es ist aus diesem Grund sinnvoll einen Domainnamen zu finden, der authentisch das Gesamtbild der Seite wiedergibt und noch nicht Vergeben ist.

Navigationsstruktur für Online-Shops erstellen

Die Navigation ist das Herzstück einer Website. Eine nutzerfreundliche Navigationsstruktur hilft dem Besucher, sich auf einer Website schnell und intuitiv zurechtzufinden und den Suchmaschinen ihre Qualität zu beurteilen. Deshalb gehört die Navigation zu den wichtigsten Faktoren, um ein erfolgreiches Ranking zu generieren.
Eine gute Navigationsstruktur ist logisch aufgebaut und hat eine hierarchisch gegliederte Struktur des Websiteinhalts. Die Webseiten sind untereinander gut verlinkt und verständlich ausgezeichnet, so dass der Benutzer jederzeit seine Position nachvollziehen (Sense of Place) und sich bewusst durch das Webangebot navigieren (Sense of Information) kann. Dafür ist eine vorausgehende Keywordanalyse unabdingbar, die eine nutzerorientierte Sprache gewährleistet.
Eine gute Strukturhierarchie wird möglichst flach gehalten. Im besten Fall kann der Besucher jede einzelne Seite des Webauftritts mit maximal drei Klicks erreichen. Das steigert die Benutzerfreundlichkeit, erleichtert den Suchmaschinen das Crawlen der Website und verteilt optimal ihren Linkjuice. Die Entwicklung der Navigationsstruktur sollte als ein Prozess verstanden werden, bei der eine strategische Planung genauso wichtig ist wie eine ständige Aktualisierung.

Kategorie- & Produkttexte für Online-Shops erstellen

Ein Online Shop lebt nicht nur von seinen Produkten, erst ideenreiche und kundenorientierte Texte animieren seine Nutzer zum Kauf. Daher ist es bei der Erstellung der verschiedenen Texte wichtig, strukturiert zu arbeiten und kreative Artikel zu verfassen. Da meist mehrere Leute am Prozess beteiligt sind, sollte ein Leitfaden mit Empfehlungen und Anweisungen zum Erstellen der verschiedenen Textarten verfasst werden. Der Fokus bei der Erstellung dieser Texte sollte nicht auf der Keyword Density (Schlagworthäufigkeit in einem Text) liegen. Die Artikel sollen für den Nutzer bzw. potentiellen Kunden formuliert sein und nicht für die Suchalgorithmen der Suchmaschinenbetreiber. Beim Analysieren der Konkurrenten wird ersichtlich, dass dies in der Praxis meist nicht umgesetzt ist. Texte oder Produktbeschreibungen sind in der Regel versteckt, in unteren Bereichen einer Webseite platziert und mit Keywords überladen. Gerade beim Lesen von Texten am Bildschirm muss sich das menschliche Auge besonders anstrengen. Nutzer brauchen einen Anreiz um diese Anstrengung auf sich zu nehmen. Gleichzeitig kann eine Produktbeschreibung ein Ersatz für den Verkäufer im Offline-Shop sein. Der Text sollte demnach auch als Service seitens der Betreiber verstanden werden, um potentiellen Kunden die aufkommenden Fragen über Produkte zu Beantworten und zum Kauf zu motivieren.
Anhand der vorher definierten Wireframes eines Shops lassen sich die unterschiedlichen Textarten definieren. Zumeist wird man mit Rubrik-, Kategorie-, Unterkategorie- und Produkttexte konfrontiert.
Alle Texte sollten mit einer Länge von ca. 200 Wörtern verfasst werden. Die Anzahl von 200 ist dabei ein grober Richtwert, damit Suchmaschinen den Text und deren semantischen Bezug zur Thematik der Website aufnehmen und sich keine negative „Code to Text Ratio“ (Verhältnis von Quellcode zu textlichem Content einer Webseite) ergibt.
Zusätzlich müssen zu jedem Text die Meta-Daten (Title-Tag, Description und Heading-Tags) sowie alternative Texte (Alt-Tag) für Produktfotos definiert werden.

Produkttexte für Online-Shops erstellen

Folgende Punkte sollten beim Formulieren der Texte beachtet werden:

• Mehrwert bzw.Vorteile der Produkte verständlich beschreiben
• So kurz & prägnant wie möglich schreiben
• Produkt informativ & verständlich beschreiben. Es sollen die wesentlichen Fragen eines Kunden zum jeweiligen Produkt im Text beantwortet werden. Allgemeine Fragen zu einer Kategorie wird ein Nutzer eher auf Wikipedia recherchieren, daher sollte darauf geachtet werden, dass in den Texten möglichst genau auf das Sortiment eingegangen wird.
• Aktivieren: Der emotionale Nutzen eines Produkts sollte implizit kommuniziert werden. Im Idealfall durch einen Appell an die sogenannten pseudorationalen Kaufargumente, die einem Nutzer zum Kauf animieren. Wichtig ist hierbei, dass diese nicht explizit erwähnt werden, sondern nur suggeriert werden.
• Kontrolle: Ein Korrekturleser sollte den Text auf Rechtschreibung und Vollständigkeit überprüfen, um inhaltliche und sprachliche Fehler zu minimieren.

Es ist das Ziel, ansprechende Texte für Nutzer zu verfassen und demnach einen Leser zum Kunden werden zu lassen. Der Text dient dazu den beratenden Verkäufer im Shop zu ersetzen und somit dem Nutzer jede Frage von den Lippen abzulesen. Ein potentieller Kunde soll in einem Feinkost-Shop hochwertige Produkte erhalten und zudem gut beraten werden. Die Produkttexte haben demnach auch eine Service-Funktion. Die -Tags sollen die wichtigsten Informationen beinhalten, zum Weiterlesen motivieren und zielführend zum Kauf animieren. Die Texte nach diesen Anforderungen zu formulieren ist aufwendig und erfordert Kreativität. Um den Arbeitsaufwand einzuteilen und mit den wichtigsten Punkten zuerst fertig zu werden sollte damit begonnen werden, die Kategorieseiten mit Texten zu füllen. Darauf folgend werden die Produkte mit dem größten Absatzpotential beschrieben.

Fazit

Tipps für Online-Shop SEO sollten umgesetzt werden.SEO ist eine Möglichkeit sich mit seinem Online-Shop von der Konkurrenz abzuheben, da nicht jeder Shop eine aktive Suchmaschinenoptimierung betreibt und somit ein gewisses Potential besteht sich auf den Ergebnisseiten von Google und Co. einen Wettbewerbsvorteil zu sichern.
Jedoch ist der Ressourcenaufwand hierfür recht hoch und wohl auch ein Grund für die Vernachlässigung der Seitenoptimierung für Suchmaschinen seitens einiger Shop-Betreiber.
Mithilfe eines strukturierten Vorgehens und einer funktionierenden Kooperation zwischen den verschiedenen anfallenden Arbeitsbereichen (beispielsweise: SEO, Usability&Design, TechnIk, Wirtschaft und Fotografie) beim Start eines Online-Shops können jedoch gute Ergebnisse erzielt werden.
Vor allem im Hinblick auf den durchaus großen Konkurrenzdruck im Online-Handel sollte jede Chance genutzt werden, den eigenen Shop so präsent wie möglich zu gestalten und auch den potentiellen Traffic, welcher über Suchmaschinen erreicht werden kann, nicht zu vernachlässigen.

SEO-Checkliste-fuer-Online-Shops-Ecommerce

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