Neue Rechner über CSL Computer und PC-Spezialist

Im Oktober letzten Jahres wurde klar: Mein Business benötigte neue Rechner. Komplett. Da auch der alte Bürorechner meiner Frau an seine Grenzen kam, suchte ich also drei Komplettsysteme. Fündig wurde ich bei CSL Computer (Rechner) und PC-Spezialist (Monitore und Zubehör). Hier nun Features, Preise und subjektive Testergebnisse.

CSL Computer wurde mir von einem Kollegen empfohlen. Zum Kampfpreis von 299 Euro erhält man in deren Computer-Shop Systeme, die nicht nur Büroanwendungen packen können. Im Oktober 2008 waren dies:

Basis-Hardwarekonfiguration der Rechner:

CPU: 1 G 12793 PC – CSL Sprint 5231 (Dual) 3 St für je 290,90 Euro, alle enthielten  CPU Sockel AM2 – CPU AMD Athlon64 X2 5000+ DualCore mit Sockel AM2, Stromverbrauch: TDP 89 W, Taktfrequenz: 2× 2600 MHz, Front-Side-Bus: 5× 200 MHz, Cache (L1/L2): 256 kB / 1024 kB, Voltage: 1,30 V / 1,35 V dazu:
Mainbord und weitere Hardware: KÜH – CPU Kühler Sockel AM2/AM2+ bis X2 5600 / Phenom 9650, HDD S-ATA HDD – 500 GB Marken Festplatte, 6 Riegel DDR2-RAM – 2048 MB OEM, Sockel AM2+ – Mainboard Biostar/ECS GF8100 M2+SE/VM-M3, DVDRW – DVD-Brenner 20x Multi-Format Dual-Layer 3, CARD 3,5″ Cardreader black 3, GEH Gehäuse CSL schwarz/silber (1808) 3 und  NT 400 Watt Marken-Netzteil, Low-Noise Lüfter.

Klang alles gar nicht übel. Klar, Festplattename wäre nicht verkehrt (ich steh auf Samsung), aber okay. Allerdings genügte mir diese Basis noch nicht und ich ließ die Rechner erweitern:

Zusätzliche Hard- und Software

  • HDD S-ATA HDD – 500 GB Marken Festplatte für jeweils 49,90 Euro – 1 Terrabyte Festplattenplatz pro Rechner sollte schon sein.
  • Aufrüstung auf VGA 8500GT 256 MB für 54,90 Euro, 11146 VGA PCIe – NVIDIA GeForce 8500 GT / DVI / TV-Out / 256MB – die Rechner sollten in der Lage sein, Spiele wie World of Warcraft oder DVDs ruckelfrei wiedergeben zu können.
  • Aufrüstung auf MS-Windows XP Professional, Installation von Betriebssytem und Treibern, CSL Softwarekompilation CD für jeweils 139,90 Euro. Vista war bereits auf dem Markt, aber für mich indiskutabel. Nachdem die alten Rechner immer noch auf Windows 2000 Professional gelaufen waren, war es Zeit für einen Umstieg auf XP Pro.

Inklusive Versandkosten belief sich das Ganze dann auf 1.666,35 – also 555,45 Euro pro Rechner. Eindeutig weniger als meine bisherigen Selbstbauten oder irgendwelche Volks-PCs, mit denen ich hinterher Mainboard-Probleme etc. hatte, sich der Umbau aber schwierig gestaltete.

Probleme, Lösungen und Tests

Als erstes stellte ich fest, dass in einem der drei Rechner statt der bestellten NVIDIA GeForce 8500 GT eine GeForce 8600 GT werkelte. Einerseits gilt diese Version als teurer und leistungsstärker (so dass ich ein zusätzliches Schnäppchen gemacht hatte), andererseits aber als überhitzungsanfällig und lauter (was meinem Traum von möglichst leisen PCs zuwiderlief). In zwei anderen Rechnern befand sich gar nur die OnBoard-Grafik. Nach meiner Reklamation bat CSL um ein Foto der Rechnerrückseitem welche das Fehler der Karten eindeutig bewies und sandte mir umgehend zwei Grafikkarten zu. Vorzüglicher Service! Und die beiden Grafikkarten waren – tatsächlich  – wieder GeForce 8600 GT.

Windows XP installierte ich neu, da ich hier doch spezielle Vorstellungen u.a. bezüglich der Festplatten-Partitionierung zur Absicherung gegen Datenverlust habe. Dabei zeigte sich, dass die Rechner lauter waren als meine bisherigen Selbstbauten oder der Plus Volks-PC (der damals genau deshalb beim c’t-Test überraschend gut abgeschnitten hatte). Aber wirkliche Flüsterrechner waren zu einem solch günstigen Preis auch einfach nicht zu erwarten gewesen. Das einzige, was mich wirklich umwarf, war das Flugzeug, das jedesmal unter meinem Schreibtisch startete, wenn eine CD oder DVD anlief. Das verbaute Laufwerk war in dieser Hinsicht grottenschlecht. Aber glücklicherweise nutze ich es eher selten – und wenn es beim DVD-Schauen nach dem Start mal richtig dreht, ist es leiser.

Da ich erstmals 4 GB RAM in einen PC einbaute, musste ich feststellen, dass 1 Riegel sinnlos war. Die RAM-Verwaltung von Windows ist begrenzt, auch der Speicher der Grafikkarte wird abgezogen, so dass pro Rechner von den ursprünglichen 4 GB nur 3 GB übrig geblieben sind. Persönliches Pech 😉

Mein Hauptrechner läuft jetzt seit ca. vier Monaten im Dauerbetrieb von morgens 8 bis Mitternacht problemlos. Nr. 2 musste kurz nach dem Aufsetzen nochmals installiert werden wegen eines Problemes, das dann nie wieder auftauchte. Und der Rechner meiner Frau hatte kürzlich seltsame Phänomene des Einfrierens mitten in der Arbeit – in der Regel war Avira Antivir, der Firefox oder Thunderbird betroffen – die zwar gehäuft, aber nicht wirklich reproduzierbar auftraten. Von Hardwarefehlern über Softwareprobleme oder gar Virenbefall war manches möglich. Seitdem auch dieser Rechner neu aufgesetzt worden ist, läuft alles problemlos. Nachtrag: Hier stellte sich ca. zwei Jahre nach Kauf ein Mainboarddefekt heraus, nach dem Einbau eines neuen Mainboards war wieder alles bestens.

Monitore beim PC-Spezialisten

Der PC-Spezialist hatte im Januar 2008 eine Filiale in Bad Homburg eröffnet und war mir durch Zeitungsbeilagen aufgefallen (ja, auch ein SEO hält zuweilen andere, alte Werbeformen für hilfreich). Im Angebot u.a. ein 22 Zoll Acer Monitor für – wenn ich mich recht entsinne – 169 Euro (grade heute gibt es ein Nachfolgemodell mit wunderschönen 23 Zoll zum selben Preis). Bildaufbauzeit 5ms, DVI mit HDCP, VGA.
Monitore hole ich lieber ab als sie liefern zu lassen, also auf nach Bad Homburg. Die Beratung vor Ort war kompetent, am Monitor dürfte kaum etwas verdient worden sein – eher ein Lockvogelangebot. Wir kauften auch noch Logitech-Tastaturen und Mäuse in stylischem Schwarz, die Rechner waren komplett. Einziges Manko: Der Barverkauf wurde nicht auf unsere Namen ausgestellt, hier hat meine Steuerberaterin grade gemeckert – muss ich nachtragen lassen.

Fazit

Bei beiden Händlern gab es gute Beratung und – im Falle des Falles – schnellen, unkomplizierten Support. Die gelieferte Hardware erfüllte alle Erwartungen und ein aktueller Rechner samt Breitbildmonitor für rund 725 Euro inkl. MWSt. ist ein guter Deal.

Kommentare (4) Schreibe einen Kommentar

  1. Naja das Zeug ist doch alles ziemlich veraltet. Wenn man einen Computer zum Arbeiten verwendet sollten man daran nicht sparen. Deshalb empfehle ich dir einen Mac

  2. Mac? Du meinst diese Kisten mit dem schlechten Preis-Leistungsverhältnis, der teilweise grottigen Erweiterbarkeit und dem Betriebssystem, für das es kaum freie Software gibt? Ne, das ist nur was für Grafiker und ähnliche Leute, die in erster Linie Wert auf schickes Design legen 🙂

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