Fotografie

Die Fotografie ist eine sehr vielseitige, aufregende und spannende Kunst, die sehr viel Erfahrung, entsprechendes Know-how und ein „fotografisches Auge“ erfordert. Dabei ist die grobe Trennung zwischen Fotoamateur und Fotoprofi durchaus nicht der einzige Gliederungspunkt zu diesem Thema.

Schon allein der Ursprung des Wortes „Fotografie“ zeigt deutlich, dass es sich hier um eine hohe Kunst handelt, denn diese Bezeichnung kommt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt „Malen mit Licht“.
Schon diese Tatsache allein ist ein Hinweis darauf, dass die richtige Belichtung zu einem der entscheidenden Faktoren in der Fotografie zählt. Um ein wirklich gutes „Kunstwerk“ zu erzeugen, bedarf es allerdings auch der Beachtung noch weiterer verschiedener, wichtiger Kriterien. Lediglich teures und modernes Equipment, also eine entsprechende Kamera und die perfekte Studioausrüstung mit Blitzen, Lampen und diversen Hintergründen, machen hier noch längst keinen Foto-Meister aus. Zwar verfügen moderne Kameras von heute, ob analog oder digital, über jede Menge Automatiken und Motivprogramme die in Standardfällen durchaus technisch einwandfreie Fotos liefern, keine Frage – doch um spezielle, raffinierte Effekte zu erzeugen bedarf es schon einer ganzen Reihe von Erfahrungen und Hintergrundwissen.

Fashionfotografie

Die Welt der Fashion- oder Modefotografie gehört zu einem der aufregendsten und spannendsten Kapitel in der Fotografie. Die richtige Ausrüstung, perfektes Licht und mitunter extreme Posen sind hier das A und O für ausdrucksstarke Bilder.

Speziell die Modeindustrie boomt heute mehr denn je und sorgt damit für einen ständig wachsenden Bedarf an professionellen Modefotos. In dieser Glamourwelt sind Innovationen gefragt, die aus jedem Foto und jedem Motiv ein ansprechendes und einzigartiges Werbemittel machen.
Ganz gleich ob in einem Versandhauskatalog, einem Hochglanzmagazin oder einem Internetshop – ein gutes und repräsentatives Foto verleiht jedem Kleidungsstück den nötigen Ausdruck den es benötigt, um genügend Aufmerksamkeit bei den Käufern zu erregen.

Zu Beginn stellt sich daher zunächst die wichtige Frage – was ist besser? Studio und Kunstlicht oder Outdoor und Tageslicht? Welcher Hintergrund passt zu welchem Kleidungsstück und wo soll das Foto eigentlich veröffentlicht werden? Wichtige Fragen die vor dem Shooting geklärt werden müssen. Das passende Setting hängt vor allem vom Modegegenstand ab, der inszeniert werden soll. Im Bereich der Erotik, um z.B. Dessous für einen Katalog zu fotografieren, bieten sich kontrastarme Räume an, die die filigranen Details der Dessous nicht überspielen.

Ist alle Vorarbeit beendet, beginnt das Posenspiel mit dem Model. Auch hier kann man die Aufnahme und damit das Produkt mit einigen grundlegenden Tricks optimieren. Hochhackige Schuhe und ein gestreckter Fuß lassen zum Beispiel jedes Bein länger und schlanker erscheinen. Selbst bei einem Gesichtsportrait werden Fehlhaltungen des Körpers oder der Beine erkennbar – tatsächlich!
Einfach nur Posen von Katalogaufnahmen abzukupfern ist allerdings wenig sinnvoll, denn nicht jeder kann jedes Posing so glaubhaft darstellen als wäre es sein ureigenstes. Jeder Mensch hat seine ganz persönliche Note und kann selbst extreme und ungewöhnliche Haltungen erst dann glaubhaft und wirkungsvoll einsetzen, wenn er oder sie dabei ein gutes Körpergefühl hat. Dies gilt besonders für Schuhfotografie, da beispielsweise Modelle mit einem hohen Absatz erhöhte Anforderungen an einen natürlichen Gang stellen. Aber auch bequemere Schuhe müssen zum Typ und Körperausdruck des Models passen, damit sich ein stimmiges Bild ergibt.
Der Profifotograf hat für diese Dinge ein geübtes Auge und vereint bei seiner Arbeit den Einsatz seiner Kamera und seines Equipments mit einem spannenden Bildaufbau und einer gekonnten und wohlüberlegten Modelführung.

Dabei werden heute immer mehr gute und aussagekräftige Fotos benötigt. Ganz gleich ob ein privates Event wie etwa eine Hochzeit der Anlass des Fotoshootings ist, für Werbezwecke verschiedenster Art Fashion- oder Produktfotos gemacht werden müssen oder die Natur für einen Bildband oder Kalender „Model steht“ – die Anforderungen an ein gelungenes und annehmbares Bild sind in jedem Fall sehr hoch!

Wir möchten Sie auf den folgenden Seiten aber nicht nur mit den verschiedensten Arten und Anwendungsbereichen moderner Fotos vertraut machen, wir möchten Ihnen auch einen kleinen Einblick in die Trickkiste des renommierten Fotoprofis geben, also ein wenig aus dem „Filmkästchen“ plaudern.

Was im Schaufenster eines Fotostudios so einfach und nachvollziehbar aussieht, ist nämlich in den meisten Fällen das Produkt akribisch geplanter und langer, harter Arbeit.

Hochzeitsfotografie

In den meisten Fotostudios stellt die Hochzeitsfotografie den umfangreichsten und einträglichsten Teil der Arbeit dar und gehört außerdem zu den verantwortungsvollsten Aufgaben des Fotografen. Die Hochzeit ist der schönste und wichtigste Tag im Leben eines jeden Paares, der mit sehr viel Liebe, Aufmerksamkeit und Verantwortung verbunden ist.

In der Regel geht dem eigentlichen Fototermin am Hochzeitstag natürlich ein eingehendes Vorgespräch voraus. Außer Datum und Uhrzeit der Trauung gilt es dabei auch die Motivliste zusammenzustellen, den Umfang der Arbeit festzulegen und sich auf die Umsetzung persönlicher Wünsche und Vorlieben zu kümmern. Nun wird entschieden, ob der Fotograf das Paar den ganzen Tag begleiten wird, welche Details gewünscht werden und wie die Gäste eingebunden werden sollen.

Der Profifotograf weiß hier worauf es ankommt, bringt die Highlights des Tages mit adäquaten Fotos genau auf den Punkt und lässt sich dabei auf keine Wagnisse ein. Er kann es sich keinesfalls leisten, dass bei der Reportage auf dem Standesamt im entscheidenden Moment die Kamera infolge einer leeren Batterie versagt oder die Speicherkarte voll ist. Hier gibt es nun mal keine zweite Chance!

Abgesehen von den so genannten Schnappschüssen auf dem Standesamt oder in der Kirche sind natürlich spezielle, gestellte Fotos vom Brautpaar und den Gästen ebenfalls gefragt. Ganz gleich ob das vor Ort, im Freien oder im Studio geschieht – eine gründliche Vorbereitung sowie das geeignete Equipment und Zubehör wie Reflektoren, Accessoires oder Schminke gehören zum technischen Outfit des Profifotografen.
Für „alle Fälle“ macht es auch Sinn eine Zweitkamera griff- und „schuss“bereit zu haben, damit es keine bösen Überraschungen gibt.

Naturfotografie

Für jeden Fotografen, ganz gleich ob Profi oder „Hobbyknipser“, bietet die Natur die besten und interessantesten Motive. Dabei gibt es natürlich unzählige Möglichkeiten und Variationen, verschiedene Dinge auf besondere Weise zu sehen und zu fotografieren.

Trotzdem – neben aller sich ständig verbessernden Technik bleibt das kreative Auge mit Sicherheit das wichtigste und unentbehrlichste Arbeitsmittel.
Wer die Naturfotografie ernsthaft betreiben möchte, sollte möglichst früh aufstehen und sich auf den Weg machen. Ein herrlicher Sonnenaufgang war schon immer das perfekte Motiv und der Fotoklassiker schlechthin. Aufgrund der sich ständig verändernden Lichtverhältnisse im Laufe des Tages ist es allerdings ratsam, immer ein Stativ bei der Hand zu haben um damit verwacklungsfreie Bilder selbst bei langen Belichtungszeiten garantieren zu können. Die Lichtintensität und -qualität hat nämlich einen ganz entscheidenden Einfluss auf das fotografische Ergebnis.

„Gut Ding will Weile haben“, das gilt ganz besonders in der Naturfotografie. Warten auf das richtige stimmungsvolle Licht, ein Tier und seine bestimmte Pose – all das braucht Geduld und Zeit. In manchen Gebieten, wie etwa in der Bergen oder am Meer, ist ein Polfilter zur Dunstverminderung sehr empfehlenswert und wer besonderen Wert auf eine gute Bildqualität legt, sollte lieber Objektive mit Festbrennweiten verwenden statt Zoom-Objektive. Auch der geschickte Einsatz von Blitzlicht im Freien führt oftmals zu ausgesprochen interessanten Fotos.
Moderne Kameras mit ihrer ausgeklügelten Technik, ihren unzähligen Funktionen und vorgefertigten Programmen erleichtern die Arbeit des Fotografen zwar ungemein und machen viele Einstellungen überhaupt erst möglich, keine Frage – dennoch sind sie aber keineswegs eine Garantie für gute Bilder. Man sollte also seine technische Ausrüstung, ihre Möglichkeiten und Grenzen genau kennen. Nur dann ist es möglich das gewählte Motiv in ein wirklich gelungenes Bild umzusetzen.

Noch etwas ist in der Natur- und Tierfotografie von großem Vorteil – nämlich möglichst viel über das ausgewählte Motiv zu wissen. Tatsache ist doch: Man sieht und fotografiert in der Regel nur das, was man selbst weiß und zeigen möchte!

Produktfotografie

Das Foto- und Bildergeschäft mit guten Produktfotos boomt heute zum Zwecke unterschiedlichster Werbemaßnahmen mehr denn je. Schon aus diesem Grund ist es für junge Profi – und ambitionierte Hobbyfotografen von großen Vorteil etwas Insiderwissen von den „alten Hasen“ zu übernehmen.

Besonders seit dem Start von „eBay“ und anderen vergleichbaren Handelsplattformen im Internet wird die Frage nach ansehnlichen Bildern zur Beschreibung und Illustration immer lauter. Hier sind in der Regel eher einfache Mittel zur werbewirksamen Fotoproduktion gefragt und die Aufnahmen werden von Hobbyfotografen in Szene gesetzt.

Die meisten professionellen Fotoproduktionen auf diesem Gebiet werden jedoch immer noch im Studio mit einem hohen Maß an technischer Ausrüstung, künstlerischem Engagement und anderem Equipment hergestellt. Sie finden in glamourösen Printmedien und verschiedenen Katalogen des Versandhandels, auf Postern und Werbeplakaten und natürlich in diversen Internet-Shops ihr endgültiges zu Hause.

Die richtige Beleuchtung und Lichtführung ist bei jeder Aufnahme der ausschlaggebende und wichtigste Punkt und die Inszenierung und Handhabung der modernen Studiotechnik setzt schon einige Erfahrung und gut fundiertes Wissen voraus. Ganz gleich ob hier die Studio-Blitzanlage, Lampen, Aufheller, Reflektoren oder Lichtzelte zum Einsatz kommen, in der professionellen Produktfotografie machen aus jedem Produkt einen „Verkaufsschlager“.

Mindestens ebenso wichtig wie die unumgängliche Technik ist das viele Kleinzubehör zum zurechtbasteln des Foto-Szenarios. Hier sind etwa Klammern, Nadeln, Knete, Klebeband und diverses Deko-Materialien nahezu unverzichtbar. Wer hier mit einfachen Mitteln gut improvisieren kann, ist zwar eindeutig im Vorteil, doch zu guten Bildern gehört auch hier das entsprechende Know-how und eine große Portion Erfahrung.
Lichtaufbau, Dekoration und gelegentlich etwas Zeit für Produktpräparationen, zum Beispiel bei Tüten oder Schachteln, sollte man für eine gute und verwendbare Produktaufnahme deshalb schon einplanen.